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DEUTSCHLAND |
| Bioland ist abgebrannt |
Landwirte, Imker und Naturschützer demonstrieren
Mit 60 Traktoren, zahlreichen Leiterwagen,
mit den Schleierhüten und Rauchkännchen der Imker und lärmenden
Deckeln, Pfeifen, Kuhglocken und Tröten sind am Samstag 4000
Menschen gegen Gen-Lebensmittel durch die Innenstadt gezogen. Mit
der Demonstration wenden sich Verbraucher, Bio-Bauern,
Naturschutzverbände und kirchliche Gruppen gegen den Anbau
genmanipulierter Pflanzen. Sie fordern von
Verbraucherschutzministerin Renate Künast, den Gesetzentwurf zur
Novellierung des Gentechnik-Gesetzes zu erweitern: Sie wollen
Paragraphen, die den gentechnikfreien Anbau schützen und die
Landwirte vor Kosten für Reinheitsnachweise bewahren. Doris Tropper,
stellvertretende Landeschefin vom Bund Naturschutz in Bayern, ging
bei der Kundgebung auf dem Odeonsplatz noch weiter: „Wir fordern,
dass Bayern auch in Zukunft gentechnikfrei bleibt.“ Mit Plakaten wie
„Biene M. darf nicht sterben“, formten die Imker eine eigene Gruppe.
Sie fürchten, dass Bienen die Pollen genmanipulierter Pflanzen in
den Honig bringen und er kein naturreines Produkt mehr ist.
Bio-Verbände bangen angesichts zusätzlicher Kosten um ihre Zukunft:
„Bioland ist abgebrannt“, stand auf einem Transparent. Ministerin
Künast warfen sie vor: „Das hätten Ihre schwarzen Vorgänger auch
gekonnt.“
Don