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DEUTSCHLAND |
| "Bienen sind durch Züchtungen friedlich geworden" |
Mittlerweile ist Reimer seit gut 25 Jahren als Honigbauer
aktiv. Knapp 20 Völkern gibt der Pensionär eine Heimat, wobei ein
Volk aus 40.000 bis 70.000 Bienen besteht. Nur eines davon hält er
bei sich zu Hause. "Probleme mit den Nachbarn sind bei mir noch
nicht vorgekommen. Heutzutage sind die Bienen durch Züchtungen sehr
friedlich geworden", sagt der Naturfreund.
Ein Teil seiner Stöcke ist in Düsseldorf im Christof-Steinmeier-Schulgarten aufgestellt, allerdings nur zu Demonstrationszwecken. "Es gibt dort eine Art Klassenzimmer, das ich ein Mal in der Woche nutze, um Schulklassen das Leben der Bienen näher zu bringen. Besonders interessant ist immer der dort aufgestellte Schaukasten mit einem kleinen Bienenvolk.
Man kann die Kinder sogar direkt aus den Waben Honig naschen lassen; es ist noch keines gestochen worden." Der Vorteil des Honigs etwa aus Nievenheim sei die geringe Verschmutzung durch Industrie. Die Bienenstöcke, die zur Honigproduktion vorgesehen sind, stehen an der alten Kläranlage in Nievenheim, außerdem auf einem städtischen Gelände außerhalb von Gohr Richtung Rosellerheide. Dieses Gebiet wird vom Imkerverein Nievenheim und Umgebung in Schuss gehalten.
Doch seit diesem Jahr seien die Gelder von der Stadt versiegt;
harte Zeiten würden anbrechen, wenn die Zuschüsse nicht wieder
fließen. Auch in anderer Hinsicht sind die Zeiten schwieriger
geworden: "An der Kläranlage kann man die Bienenstöcke nicht mehr
ohne Umzäunung aufstellen. Zu oft kommen Randalierer und kippen die
Kästen um, was jetzt während der Überwinterungszeit besonders
schädlich ist."
Trotz der Probleme kommt schnell wieder seine Begeisterung durch: "Interessant ist, wie die Bienen überwintern: Sie sammeln sich in den Kästen und bilden eine Wintertraube, in deren Mitte immer 15 Grad Celsius herrschen. Damit die äußeren Tiere nicht erfrieren, krabbeln alle in einem Kreislauf von innen nach außen - durch die Reibung entsteht Wärme." Neben der interessanten Bienen-Welt bietet der Verkauf der Erzeugnisse einen weiteren Anreiz.
"Jeden Mittwoch Morgen stehe ich auf dem Wochenmarkt auf dem
Nievenheimer Dorfplatz." Auch auf Märkten etwa in Sinsteden und am
Hit-Markt sei er. Neben Waldblüten, Linden-, Raps- und ab und zu
Akazienhonig verkaufen er und seine Frau Kerzen, Propolis, das man
etwa als Möbelpolitur verwenden kann, sowie Creme aus Wachs und
Honig
.
aeh